Die Klosterliebe von Helmantel
Einführung
Der Künstler Henk Helmantel empfindet eine besondere Liebe zu diesem Kloster. Sie begann bereits in der Grundschule durch die Erzählungen seines Lehrers. Später kam er selbst hierher. „Was für ein Ort. Der Geruch: altes Holz, Kalk und Stein. Die wenigen Dinge, die hier stehen, sind von außergewöhnlicher Qualität. Nie habe ich schönere Kirchenbänke gesehen. Dann setzte ich mich draußen an eine alte Eiche und zeichnete einfach.“
Klöster und Kirchen zeigen für Helmantel die Verkündigung von Gottes Wort. Er bevorzugt den Rundbogen der romanischen Klöster gegenüber dem gotischen Spitzbogen. In diesem Klooster Ter Apel spürt er auch die Kraft der Einfachheit: Es gibt keine Ablenkung und keinen Prunk. Dennoch könnte er selbst kein Klostermensch sein – dafür ist das Leben dort zu sehr von der Welt abgeschieden.

Galerie I: Die Rührung durch Heiligenfiguren
Die Kirchen- und Klosterinterieurs von Henk Helmantel sind meist frei von Zierrat und wirken sehr „protestantisch“. Dennoch können ihn auch katholische Elemente tief berühren. „Sie können für mich die Verkündigung darstellen.“ Deshalb sammeln er und seine Frau Babs seit vielen Jahren mittelalterliche und kirchliche Kunst – darunter auch Heiligenfiguren. Die Frömmigkeit und das Leiden der Heiligen verleihen Helmantels Glauben Bedeutung. „Diese Nachfolger Christi, die verfolgt und gefoltert wurden … ich hoffe, die Kraft dafür zu bekommen, wenn es auf meinen Weg kommt.“
Von dem Neubauflügel, in dem Sie sich jetzt befinden, ist er allerdings kein Anhänger. „Ich hätte das ursprüngliche Gebäude rekonstruiert. Man könnte das als Täuschung bezeichnen, aber wenn man es gut macht, kann es hervorragend funktionieren.“ Drei frühere Ausstellungen von Helmantel in Museum Klooster Ter Apel fanden daher an einem anderen Ort im Gebäude statt. Umso besonderer findet es das Museum, dass Henk Helmantel nun nach 25 Jahren doch noch in diesem Flügel ausstellt.
Außerhalb Galerie I
Innerhalb Galerie I
